Warum entsteht Mental Load – und wer ist betroffen?
Mental Load entsteht, wenn Verantwortung unausgesprochen verteilt ist und die mentale Planung bei einer Person gebündelt bleibt. Besonders Frauen tragen diese „unsichtbare Projektleitung“ neben Beruf und Care-Arbeit, oft aus Gewohnheit oder weil Standards, Erwartungen und Perfektionismus das Abgeben erschweren.
Strukturen statt Schuld
Nicht einzelne Personen sind das Problem, sondern fehlende Strukturen: Wer entscheidet, plant und erinnert? Ohne klare Zuständigkeiten bleibt alles „irgendwie“ an der Person hängen, die am meisten überblickt. Beispiele siehst du in Mental Load im Alltag.
Wer ist besonders gefährdet?
Mütter, pflegende Angehörige, berufstätige Frauen mit hoher Verantwortung, Solo-Selbstständige oder Frauen in Schicht- und Care-Berufen. Schlafmangel und hormonelle Veränderungen können die Belastbarkeit zusätzlich senken.
Psychologie dahinter
Das Gehirn bevorzugt bekannte Muster: „Ich mach’s eben“ spart kurzfristig Zeit, hält aber die Last langfristig hoch. Unser Nervensystem bleibt im Alarmmodus, was Konzentration und Erholung erschwert. Mehr dazu in Was passiert im Gehirn?.
Was hilft wirklich?
Sichtbarkeit schaffen, Standards absenken, Zuständigkeiten verbindlich machen und Übergaben konsequent leben. Starte mit Strategien, vertiefe mit Routinen und hol dir bei Bedarf Professionelle Unterstützung.
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