Sucht vs. Gewohnheit vs. psychische Abhängigkeit
Rauchen besteht aus drei Schichten: der körperlichen Sucht nach Nikotin, der psychischen Abhängigkeit von bestimmten Situationen und der reinen Verhaltensgewohnheit. Alle drei wirken zusammen – und alle drei müssen beim Aufhören adressiert werden, damit der Rauchstopp dauerhaft gelingt.
Körperliche Sucht
Nikotin bindet an Rezeptoren im Gehirn und erzeugt Toleranz – du brauchst immer mehr für denselben Effekt. Ohne Nachschub reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen: Unruhe, Gereiztheit, Kopfschmerzen. Die akute Phase dauert etwa 7–10 Tage, nach 4 Wochen normalisiert sich der Hormonhaushalt weitgehend.
Psychische Abhängigkeit
Über Jahre verknüpft dein Gehirn bestimmte Situationen mit dem Rauchen: Kaffee am Morgen, Pause bei der Arbeit, Stress. Allein die Situation löst dann ein Verlangen aus – auch ohne körperlichen Bedarf. Diese Konditionierung kann Monate oder Jahre nach dem Aufhören noch Cravings auslösen.
Verhaltensgewohnheit
Das Öffnen der Packung, das Anzünden, die Handbewegung zum Mund – diese Rituale sind tief eingeprägt und laufen automatisch ab. Sie zu ersetzen ist ein wichtiger Teil des Aufhörens. Welche neuen Routinen helfen, erfährst du unter Neue Routinen aufbauen.
Was das für dich bedeutet
Die körperlichen Entzugssymptome vergehen relativ schnell. Die eigentliche Herausforderung sind Trigger-Situationen und alte Gewohnheiten. Genau hier setzt die A.T.E.M Methode an: Sie hilft dir, das Verlangen im Moment zu überbrücken und neue Muster aufzubauen. Erkenne deine Trigger in Rauchen im Alltag.
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