Strategien zum Aufhören
Es gibt nicht den einen Weg – aber viele, die nachweislich funktionieren. Die S3-Leitlinie der AWMF empfiehlt eine Kombination aus Verhaltensänderung und ggf. medikamentöser Unterstützung. Mit professioneller Hilfe liegt die Erfolgsquote bei bis zu 30–40 % nach 12 Monaten – zehnmal höher als beim Alleinversuch.
Schlusspunktmethode vs. schrittweise Reduktion
Bei der Schlusspunktmethode hörst du an einem festen Tag komplett auf – Studien zeigen leicht bessere 4-Wochen-Erfolgsraten als bei schrittweiser Reduktion. Bei der Reduktionsmethode eliminierst du zuerst „unnötige" Zigaretten und senkst den Konsum über Wochen um 50 %, bevor du ganz aufhörst. Wichtig: Reduktion braucht einen festen Endzeitpunkt.
Ablenkung im Craving-Moment
Ein Craving dauert nur 3–5 Minuten. Die 4-A-Strategie hilft: Atmen, Abwarten, Abhauen (Situation verlassen), Ablenken. Die 5-Minuten-Regel („Ich rauche jetzt nicht, aber in 5 Minuten") überbrückt den Höhepunkt – danach lässt das Verlangen nach. Genau hier setzt die A.T.E.M Methode an.
Medikamentöse Unterstützung
Nikotinersatztherapie (Pflaster, Kaugummi, Spray) erhöht die Erfolgsquote von 11 auf 17 von 100 (Cochrane-Metaanalyse). Verschreibungspflichtige Medikamente wie Vareniclin oder Bupropion sind bei starker Abhängigkeit wirksam und werden seit 2025 unter bestimmten Bedingungen von der Krankenkasse erstattet. Mehr unter Professionelle Unterstützung.
Routinen ersetzen
Ersetze alte Rauchrituale durch neue Handlungen: Kaugummi statt Zigarette nach dem Essen, Spaziergang statt Raucherpause, Wasser statt Kippe zum Kaffee. Baue parallel Mentale Stärke auf und entwickle Neue Routinen.
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