Rückfall – was tun?
Rückfälle gehören zum Aufhörprozess. Über 75 % der Raucher ohne Unterstützung werden im ersten Monat rückfällig. Im Durchschnitt braucht es 6–7 Versuche, bevor der Rauchstopp dauerhaft gelingt. Ein Ausrutscher ist kein Scheitern – sondern eine Gelegenheit zu lernen und stärker zurückzukommen.
Häufige Rückfall-Trigger
Soziale Situationen mit Alkohol (ca. 70 % der Rückfälle), unerwarteter Stress, emotionale Belastung, Gesellschaft anderer Raucher und Selbstüberschätzung („Eine wird schon nicht schaden"). Wer seine Trigger kennt, kann sich gezielt vorbereiten.
Sofortmaßnahmen nach einem Rückfall
Nicht katastrophisieren – ein Ausrutscher ist kein Totalversagen. Analysiere: Was war der Trigger? Welche Situation, welche Emotion? Entwickle einen konkreten Plan für diese Situation beim nächsten Mal. Hör sofort wieder auf – warte nicht auf „Montag" oder „den ersten des Monats".
Strategie anpassen
Wenn Alleinversuche wiederholt scheitern, ist das ein Signal, die Strategie zu ändern: Medikamentöse Unterstützung hinzunehmen, ein Programm zu buchen oder professionelle Hilfe zu suchen. Jeder Versuch bringt dich näher ans Ziel. Optionen unter Professionelle Unterstützung.
Rückfällen vorbeugen
4-A-Strategie: Atmen, Abwarten, Abhauen, Ablenken. Alkohol in den ersten Wochen meiden. Rauchfreie Wohnung und Auto. Regelmäßige Bewegung. Nikotinersatz griffbereit haben. Kontakt zum Unterstützungssystem halten. Regelmäßig tracken: Rauchverhalten tracken.
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